Wir wollen Minderjährige im Internet besser schützen und haben deswegen vergangene Woche ein EU-weites Mindestalter von 16 Jahren und Verbote der schädlichsten suchtfördernden Praktiken aufs Gleis gesetzt. Konkret soll das Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien, Videoplattformen und KI-Begleitern gelten.
Ich will, dass unsere Kinder in einer digitalen Welt aufwachsen, die ihre Entwicklung fördert und nicht behindert. Unser Nachwuchs ist mittlerweile fast ständig online– und gleichzeitig besonders gefährdet durch manipulative Designs, süchtig machende Mechanismen und schädliche Inhalte. Wir müssen den Spagat schaffen, Kinder und Jugendliche wirksam zu schützen, ohne jedoch ihre Chancen auf digitale Bildung und Teilhabe einzuschränken.
Eltern, nicht Algorithmen, sollten für die Erziehung der Kinder verantwortlich sein. Meine Fraktion hat vorgeschlagen, Minderjährigen zwischen 13 und 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten zu ermöglichen. Die elterliche Autorität ist zwar wichtig, aber wir können nicht die ganze Verantwortung auf die Eltern allein abwälzen. Keine Mutter, kein Vater und kein Kind kann allein gegen die rohen Kräfte dieser algorithmischen Systeme bestehen. Alle Beteiligten – von den Erziehungsberechtigten über die Schulen bis hin zu den Technologieunternehmen – müssen ihre Rolle beim Schutz unserer Kinder im Internet spielen.