Eine Übersicht.
Mitglieder | Sitz | Tagungen | Überblick | Aufgaben
Die Europäische Zentralbank (EZB) bildet gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken der EU-Länder das Europäische System der Zentralbanken, welches dafür verantwortlich ist, stabile Preise im Euro-Währungsgebiet zu sichern. Darüber hinaus übernimmt die EZB-Aufgaben in der Währungs- und Wechselkurspolitik sowie bei der Unterstützung wirtschaftspolitischer Maßnahmen der Europäischen Union. Dafür repräsentiert der Präsident der Europäischen Zentralbank diese auf hochrangigen Tagungen der EU sowie auf internationaler Ebene.
Die Europäische Zentralbank setzt sich aus dem Direktorium und dem EZB-Rat zusammen:
Das Direktorium der Europäischen Zentralbank besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern und ist primär für die aktive Durchführung der Währungspolitik während der Tagesgeschäfte in der Bank zuständig. Dabei bereitet es die Sitzungen des EZB-Rates vor und übt die Befugnisse aus, welche von diesem erteilt wurden.
Die Aktuellen Mitglieder des EZB-Direktoriums sind (Stand 04/2026):
Weitere Mitglieder des Direktoriums der Europäischen Zentralbank:
Der EZB-Rat setzt sich aus den sechs Mitgliedern des Direktoriums der Europäischen Zentralbank sowie den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Eurozone zusammen und trifft als zentrales Entscheidungsorgan der EZB die geldpolitischen Entscheidungen. Die gelten jedoch nur für die Länder der Europäischen Union, welche den Euro als Währung haben.
Der erweiterte Rat der Europäischen Zentralbank besteht wie der EZB-Rat aus den Mitgliedern des Direktoriums (Präsident/in und Vizepräsident/in der EZB) und zusätzlich aus den Präsidenten und Präsidentinnen der nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten (Euro- und Nicht-Euro-Länder). Der erweiterte Rat der EZB gilt als Übergangsorgan, welches erst aufgelöst werden kann, wenn alle EU-Mitgliedstaaten den Euro als Währung einführen und beteiligt sich an Beratungs- und Koordinierungsarbeiten der Europäischen Zentralbank sowie der Vorbereitung des Beitrittes neuer Länder der EU.
Der Hauptsitz der Europäischen Zentralbank befindet sich in Frankfurt am Main, wobei die Adresse des Hauptgebäudes die Sonnemannstraße 20 ist.
Die Tagungen der Europäischen Zentralbank finden in der Regel alle zwei Wochen, am Donnerstag, in Frankfurt am Main statt. Bei den zweiwöchentlichen Sitzungen werden dann allgemeine Themen der Geldpolitik und der Bankenaufsicht besprochen.
Alle sechs Wochen finden dann geldpolitische Sitzungen statt, wobei die Europäische Zentralbank über Leitzinsen und weitere geldpolitische Maßnahmen entscheidet. Im Anschluss an diese Sitzungen gibt es häufig eine Pressekonferenz des/der EZB Präsident/in (Stand 2025: Christine Lagarde), bei welcher die Beschlüsse aufgezeigt und Fragen beantwortet werden.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten über die Europäische Zentralbank zusammen:

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die zentrale Aufgabe, für stabile Preise im Euroraum zu sorgen. Dazu legt sie die Geldpolitik fest, verwaltet die Währungsreserven, führt Devisengeschäfte durch und achtet auf die Stabilität des Finanzsystems und ist für die Aufsicht über die großen Banken im Euroraum zuständig.
Das primäre Ziel der Europäischen Zentralbank besteht darin die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Um dies zu realisieren, legt die EZB Leitzinsen fest, zu welchen die Geschäftsbanken ihr Geld erhalten. Dadurch kann sie sowohl die Geldmenge als auch die Inflation steuern.
Um die Aufgaben der Europäischen Zentralbank zu realisieren, sind diese auf die verschiedenen Entscheidungsgremien (Direktorium, EZB-Rat und erweiterter Rat der EZB) verteilt.