EU setzt auf BioNTech-Pfizer

Auf dem Weg zur EU-Impf-Autarkie

đŸ‡ȘđŸ‡ș Mit Volldampf voraus, mit klarem Kurs hin zur EU-Impf-Autarkie, das ist laut KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen seit Mittwoch 13. April die neue EU-Impfstrategie. Mittelfristig setzt die EU jetzt auf einen einzigen Hersteller. Nach dem unerwarteten Ausfall von Johnson und Johnson liefert BioNTech-Pfizer an die EU 50 Millionen Dosen frĂŒher als vereinbart, voraussichtlich schon bis Ende Juni. đŸ‡©đŸ‡Ș Auf Deutschland entfallen davon rund 9 Millionen Dosen. Ein erfreulicher Lichtblick. 🌞

đŸ§‘â€âš•ïž Ein neuer Rekordauftrag mit langfristig insgesamt 1,8 Milliarden Dosen von BioNTech an die EU bis zum Jahr 2023 steht kurz vor dem Abschluss. Die EU ordert mit ihrer neuen Impfstrategie bei einem einzigen Hersteller dreimal so viel wie bis jetzt und etwa die gleiche Menge wie bisher bei allen Produzenten zusammen.
Die EU setzt nun komplett auf die weitaus wirksamere und modernere mRNA-Technologie. Sie will laut von der Leyen nur noch in der EU produzierte Vakzine ordern. Der Kurs geht klar in Richtung EU-Impf-Autarkie.

đŸ’” Die Kosten des Gesamtauftrags liegen bei schĂ€tzungsweise 35 Milliarden Euro. Sie sollen von den Mitgliedsstaaten getragen werden. Die medizinisch hochwertigeren und teueren mRNA-Impfstoffe sollen in Europa bleiben und nicht mehr im bisherigen Ausmaß aus der EU exportiert werden. Die globale Impfaktion Covax soll die preiswerteren Produkte von Astra-Zeneca und Johnson & Johnson einsetzen. Letzterer Impfstoff ist aber bisher wegen hoher Risiken noch aus dem Verkehr gezogen.

💉 Die EU hat offensichtlich aus ihren Fehlern gelernt. Sie ist auf dem Weg zur Impf-Autarkie. Das Risiko dabei: die EU macht sich von einem einzigen Hersteller abhĂ€ngig. Das fordert mehr Spitzen-Management und Verhandlungsgeschick als bisher.
Die aktuelle Impfbilanz der EU fÀllt nicht besonders gut aus. Erst 16 Prozent der EU-Bevölkerung wurden einmal gegen das Coronavirus immunisiert. In Israel sind es 61 Prozent, in den USA etwa 36 Prozent. Die EU hat also allen Grund, mehr Power beim Impfen an den Tag zu legen. Sie ist da jetzt auf dem richtigen Weg.

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Marion Walsmann - Für Thüringens Zukunft in Europa.
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