Am Geburtsort der DDR-Friedensgebete in St. Lorenz am Erfurter Anger wurde am Tag der deutschen Einheit 2019 eine Gedenktafel enthüllt. Die Tafel informiert darüber, dass bereits seit 1978 in diesem Gotteshaus Christen beider Konfessionen gemeinsam für den Frieden in ihrem Land und in der Welt beteten. Dies geschah damit fünf Jahre früher als in der Leipziger Nikolaikirche.

Ein sichtbares und dauerhaftes Zeichen des Gedenkens. Marion Walsmann und Michael Meinung (m.) kurz vor der Enthüllung der Gedenktafel.

Auslöser der Erfurter Gemeinschaftskation von evangelischen und katholischen Christen war die 1978 erfolgte Einführung des schulischen Wehrunterrichtes durch die damalige SED-Diktatur. Der Text der Gedenktafel, erinnert an diesen Hintergrund und endet mit dem Hinweis auf den “30. Jahrestag der friedlichen Revolution”.
Übergeben wurde die Tafel im Anschluß an den ökumenischen Gottesdienst zum Einheitstag durch die Erfurter Europaabgeordnete Marion Walsmann und Michael Meinung, erster Regierungssprecher des Landes Thüringen. Die Gedenktafel wurde am 9. November, dem Tag des Mauerfalles, am äußeren Kirchenportal angebracht.

Die Tafel befindet sich gut sichtbar an der Außenmauer der St. Lorenz Kirche in Erfurt.