Stellenausschreibung für Brüssel und Straßburg

Ausschreibung für eine Stelle im Arbeitsbereich „Strategie, Planung und Kampagne“ (m / w / d) in der Geschäftsstelle der CDU/CSU-Gruppe im EP

Ihre QUALIFIKATIONEN:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium
  • praktische Erfahrungen in Partei, Parlament oder Öffentlichkeitsarbeit bzw. bei Organisationen im Politikumfeld in Deutschland und/oder “Europa”
  • gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeiten
  • gute Englischkenntnisse, die Kenntnis weiterer Amtssprachen der EU ist von Vorteil
  • EDV-Kenntnisse
  • Fähigkeiten zur Teamarbeit und Kontaktfreudigkeit

Der vielseitige AUFGABENBEREICH erstreckt sich insbesondere auf

  • Begleitung der Arbeiten der CDU/CSU-Gruppe, insbesondere durch Beobachtung und Aufbereitung von Überlegungen und Planungen der Europäischen Kommission sowie Trends der Europapolitik und generellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen
  • Erarbeitung von Analysen, Strategien und insbesondere Konzepten zur (u.a. medialen) Begleitung von Schwerpunktthemen
  • Zusammenarbeit mit Think Tanks und Netzwerken
  • Identifizierung von gesellschaftlich relevanten Themen,
    für die politischer Handlungsbedarf besteht
  • Konzipierung, Planung und Durchführung von politischen Kampagnen

Arbeitsorte sind Brüssel und Straßburg

Arbeitsbeginn: möglichst Januar 2020

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen, Zeugnissen und Nachweisen in Fotokopie (BITTE unbedingt auch das frühestmögliche Datum des Dienstantrittes und Ihre Gehaltsvorstellungen angeben) senden Sie bitte bis 15.11.2019 an
die Geschäftsstelle der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament (zu Händen Herrn Markus Arens) per E-Mail an markus.arens@europarl.europa.eu.

Stellenausschreibung als PDF

DiscoverEU

Du bist 18 und aus der EU? Zeit, Europa kennenzulernen!

JETZT bewerben unter: https://europa.eu/youth/discovereu_de

Was ist DiscoverEU?

Mit dem Zug durch Europa reisen, atemberaubende Städte und Landschaften kennenlernen und Erfahrungen sammeln – das ist DiscoverEU, eine Initiative der EU. Ist das Traumziel mit dem Zug nicht erreichbar – weil du auf einer Insel oder sehr abgelegen wohnst – sind ausnahmsweise auch andere Verkehrsmittel erlaubt. Jedes Jahr gibt es zwei Bewerbungsrunden. Solltest du ausgewählt werden, erhältst du einen Travel-Pass.

Du bist 18 und aus der EU? Dann mach dich bereit, denn Europa ist in jeder Hinsicht grenzenlos! Das reiche Kulturerbe, die bewegte Geschichte und interessante Menschen machen deine Reise zu einem echten Erfahrungstrip. Selbstvertrauen tanken, unabhängig sein, offen auf andere zugehen – mit DiscoverEU lernst du fürs Leben!

Wann ist die nächste Runde?

Bisher haben rund 50 000 junge Menschen einen Travel-Pass erhalten. Die nächste Runde startet am Donnerstag, dem 7. November 2019, um 12 Uhr (MEZ) und endet am Donnerstag, dem 28. November 2019, um 12 Uhr (CET). Wenn es losgeht, erscheint auf dieser Seite der Button „Jetzt bewerben“.

Um teilnehmen zu können, musst du:

zwischen dem 1. Januar 2001 (einschließlich) und dem 31. Dezember 2001 (einschließlich) geboren sein;
die Staatsangehörigkeit eines Landes besitzen, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses EU-Mitglied ist;
auf dem Online-Bewerbungsformular die Nummer deines Personalausweises oder Reisepasses korrekt angeben.

Dann musst du an unserem Quiz teilnehmen (es sei denn, du bewirbst dich als Gruppenmitglied).

Wenn du ausgewählt wirst, kannst du zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. Oktober 2020 bis zu 30 Tage unterwegs sein.

Junge Menschen mit Behinderungen oder Gesundheitsproblemen können auf besondere Unterstützung zählen, damit auch sie an DiscoverEU teilnehmen können. Mehr dazu in unserer FAQ C.19

Kann ich mit meinen Freunden reisen?

Ja, ganz wie du möchtest! Du kannst alleine reisen oder mit bis zu vier Freunden eine Gruppe bilden, vorausgesetzt, alle erfüllen die Teilnahmebedingungen. Die Mitglieder deiner Gruppe bewerben sich mit deinem Bewerbercode. Mehr dazu in unseren FAQ B.5 bis B.11.

Du kannst dich auch mit anderen DiscoverEU-Reisenden verabreden und Reisepläne schmieden! Das geht ganz einfach über die DiscoverEU-Facebook-Gruppe. Jetzt der Facebook-Gruppe beitreten und Mitreisende kennenlernen

Grenzüberschreitender Verbraucherschutz

Europäisches Verbraucherzentrum bietet kostenfreie juristische Beratung

Haben Sie schon mal in Tschechien etwas gekauft und zu Hause gemerkt, dass das Produkt nicht funktioniert? Oder hatten Sie eine annulierte Zugfahrt in Österreich und sie wissen nicht wo sie welche Entschädigung erhalten können? Dann kann Ihnen das Europäische Verbraucherzentrum Hilfe leisten. Denn um den Verbraucherschutz auch bei grenzüberschreitenden Fragen in Europa sicherzustellen, hat die Europäische Kommission 2005 das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (European Consumer Centres Net, ECC-Net) gegründet. ECC Net ist in jedem EU-Staat sowie in Island und Norwegen mit einem Zentrum vertreten. Hier findet man Informationen zu Verbraucherrechten in Europa – etwa beim Einkaufen oder Reisen – und es wird eine kostenfreie juristische Unterstützung bei Streitigkeiten mit einem Unternehmen im EU-Ausland, in Island oder Norwegen angeboten.

Gutes Gespräch mit Petra Kirstein vom Europäischen Verbraucherzentrum in Brüssel.

Ich selbst befürworte diese hilfreiche Dienstleistung sehr und habe mich bereits über meine Rechte beim Online-Shopping informiert. Das Zentrum stärkt den einheitlichen europäischen Binnenmarkt und schafft vor allem Rechtssicherheit für Verbraucher.

Ich kann den Service des ECC Net empfehlen und habe mich z.B. über meine Rechte beim Online-Shopping informiert. Hier geht’s zur Website mit guten Informationen und Beispielen zum Verbraucherschutz in Europa.

Marion Walsmann setzt sich für Stahlwerk Thüringen ein

Heute hat die Thüringer Europaabgeordnete Marion Walsmann (CDU) ein Treffen zwischen dem Stahlwerk Thüringen und der Europäischen Kommission ermöglicht. Bei diesem Austausch konnte die Vertreterin des Stahlwerks Thüringen ihre Änderungsvorschläge bezüglich der Anpassung der bestehenden Schutzmaßnahmen für Stahlerzeugnisse einbringen.
Marion Walsmann dazu: „Es war mir ein wichtiges Anliegen, einen direkten Kontakt zu vermitteln. Denn die Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission gestaltet die entsprechenden Regelungen, die auf den Stahlmarkt Anwendung finden. Die Stahlindustrie hat eine entscheidende Bedeutung für unsere Region und das nicht zuletzt aufgrund der circa 700 Arbeitsplätze, die direkt damit verbunden sind. Mir ist es wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass die Schutzmaßnahmen greifen und Existenzgefährdungen der Branche abgewendet werden können.“

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EU-Kommission zählt Weimar zu Top-Kreativstädten in Europa

Walsmann: Kreatives und kulturelles Potential weiter ausbauen

Weimar gehört neben Stuttgart, Karlsruhe oder Heidelberg zu den Top 5 europäischer Städte mit dem höchsten kreativen und kulturellen Potential. Dies geht aus der zweiten Auflage des Städtevergleichs „Kultur und Kreativität“ hervor, den die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission am Dienstag, 8. Oktober 2019, veröffentlicht hat. In der Kategorie der Städte bis 250.000 Einwohner belegt Weimar den 2. Platz und steht damit für ein ideales Verhältnis von „Kultureller Dynamik“, „Kreativwirtschaft“ und „Kulturumfeld“.

Thüringens Europaabgeordnete Marion Walsmann sieht in dem Ergebnis eine Bestätigung jahrzehntelanger Bemühungen: „Die Stadt Weimar ist in vielerlei Hinsicht ein kultureller Glücksfall für Thüringen. Das gute Abschneiden im europäischen Städtevergleich „Kultur und Kreativität“ ist eine wichtige Anerkennung des Engagements von Kulturschaffenden und der hiesigen Kreativwirtschaft. Gleichzeitig ist der Städtevergleich ein Instrument zur Unterstützung nachhaltiger Kulturpolitik. Auf dem Weg zum aktuellen Status brachte das Kulturhauptstadtjahr 1999 wichtige Impulse. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn mit Gera die zweite Thüringer Stadt den Zuschlag als europäische Kulturstadt bekommt“, so Walsmann.

 

Hintergrund:

Der Städtevergleich „Kultur und Kreativität“ ein Instrument, mit dem das kreative und kulturelle Potenzial europäischer Städte, das für Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt von entscheidender Bedeutung ist, gemessen und gefördert werden soll. Nach der ersten Ausgabe von 2017 präsentiert die Version von 2019 in einer erweiterten Auswahl von 190 Städten in 30 Ländern, darunter Norwegen und die Schweiz, ein aktualisiertes Bild der reichen Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa. Der Städtevergleich wurde von der Gemeinsamen Forschungsstelle‚ dem wissenschaftlichen Dienst der Kommission, entwickelt und wird von einem neuen Online-Tool begleitet, über das die Städte ihre eigenen Daten einfügen können, was eine eingehendere Erfassung und Bewertung ermöglicht. Der Städtevergleich wird voraussichtlich wieder in zwei Jahren aktualisiert.

 

Weiterführende Informationen auf der Website des Städtevergleichs.

EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien – Marion Walsmann in Delegationsleitung gewählt

Berlin/Brüssel. Thüringens einzige Europaabgeordnete, Marion Walsmann, wird künftig eng in die EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien eingebunden sein. Das Europäische Parlament wählte sie am Donnerstag, 26.9.19, zur stellvertretenden Leiterin der „Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Nordmazedonien“. In dieser Funktion wird Walsmann den mehrjährigen Verhandlungsprozess begleiten und als Bindeglied zwischen dem Westbalkanstaat und dem Europäischen Parlament wirken. Auch der Deutsche Bundestag befasste sich am 26.9.19 mit dem EU-Beitragsantrag Nordmazedoniens und Albaniens.

Reformen anerkannt, aber kein Automatismus

Im Anschluss an die Wahl in Brüssel sagte Walsmann: „Mit einer engeren Kooperation sind für beide Seiten Vorteile verbunden. Wir haben registriert, dass es zuletzt stetige Reformen bei Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung und in der öffentlichen Verwaltung Nordmazedoniens gegeben hat. Die Einigung mit Griechenland im Namensstreit und die mehrheitlich pro-europäische Einstellung der Nordmazedonier sind ebenfalls positive Signale. Auf der anderen Seite gibt es keinen Automatismus. Sollte Skopje seine konstruktive und stabilisierende Rolle in der Region fortsetzen, habe ich keine Bedenken gegen die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen.“

Zwei Frauen und ein Mann in der Mitte

Die künftige Delegationsleitung Nordmazedonien: Marion Walsmann, stv. DL, Andreas Schieder, DL, und Irena Joveva, stv. DL (von rechts).

 

Der südosteuropäische Binnenstaat Nordmazedonien hat etwa zwei Millionen Einwohner und umfasst den nördlichen Teil der historischen Region Makedonien. Mit dem im Februar 2019 in Kraft getretenen Abkommen mit Griechenland („Prespa-Abkommen“), konnte der seit 27 Jahren schwelende Namensstreit beigelegt werden. Gleichzeitig wurde damit der Weg für einen NATO-Beitritt Nordmazedoniens frei. Zuletzt erlangte die Region im Zusammenhang mit Migrationsbewegungen nach Zentraleuropa Bedeutung.

Thüringens Europaabgeordnete zeichnet Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte in Brüssel aus

Tasten – fühlen – hören: beeindruckendes Museumserlebnis ohne Barrieren

 

Brüssel. Thüringens Europaabgeordnete Marion Walsmann (CDU) hat am Mittwoch, 11. September 2019, innovative Museumsprojekte verschiedener Länder für Menschen mit Behinderung in Brüssel ausgezeichnet. Neben Preisträgern aus Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien und Polen, erhielt auch das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar den COME-In-Award – eine Anerkennung für barrierefreie Museen.

Marion Walsmann mit Preisträgern aus Weimar

Marion Walsmann mit Dr. Diethard Walter vom Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar und Caroline Fischer von NETZ e.V. (v.r.)

„Europaweit gibt es über 80 Millionen Menschen mit Behinderungen. Wir sollten diesen Menschen so weit wie möglich ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. In ein Museum zu gelangen und dort auch eine Ausstellung besuchen zu können, ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Aber eben nicht für alle. Ich freue mich sehr darüber, dass der Besuch des Museums für Ur- und Frühgeschichte des ArchäologischenLandesmuseums Thüringen für ALLE möglich ist – egal ob mit oder ohne Einschränkung. Besucher können Ausstellungsstücke taktil und intuitiv erfahren. Geräusche und Texte in einfacher Sprache werden für Hörgeräte digitalisiert. Als Thüringer Europaabgeordnete hat es mich besonders gefreut, ein Museum meiner Heimat im Kreis renommierter Mitbewerber aus ganz Europa auszeichnen zu dürfen“, so Walsmann.

 

COME-In steht für „Coorperating for Open access to Museums- towards a wider inclusion“. Das Projekt ist Bestandteil des Interreg CENTRAL EUROPE Programme und fördert kleine und mittlere Museen. Es vernetzt europaweit Museen, Vereine und Verbände für Menschen mit Behinderung sowie Wissenschaft und Politik.

 

Marion Walsmann ergreift im britischen Verfassungskonflikt Partei für das Parlament

Walsmann: „Nachträgliche Verschiebung oder Absage des Brexit sollte möglich gemacht werden“

Brüssel. Die Europaabgeordnete aus Thüringen, Marion Walsmann (CDU), plädiert für eine einseitige Verlängerung des Austritt Großbritanniens aus der EU durch die europäische Staatengemeinschaft. „Wir sollten prüfen, ob es Wege gibt, den Briten die Tür für einen geordneten Brexit oder eine Rücknahme der Entscheidung für weitere drei Monate offen zu halten.“ Hintergrund ihrer Anregung sei der aktuelle Verfassungskonflikt in Großbritannien.

„Wenn Großbritannien am Ende die EU nur deswegen im Chaos verlassen muss, weil ein Premierminister ohne Mandat und Mehrheit im Unterhaus die ungeschriebenen Gesetze des House of Commons überdehnt, sollten wir der Mehrheit des Parlaments helfen. Auch in unserem eigenen europäischen Interesse“, so Walsmann. Die Möglichkeit das Parlament zu beurlauben, setze voraus, dass der Premierminister die Mehrheit des Unterhauses hinter sich weiß. Das ist seit gestern nicht mehr der Fall, so Walsmann weiter: „Als leidenschaftliche Parlamentarierin bin ich der festen Überzeugung, dass das EU-Parlament keine Initiative unversucht lassen sollte, unseren britischen Abgeordnetenkollegen in dieser Situation solidarisch beiseite zu stehen.“

Marion Walsmann und Dr. Ursula von der Leyen.

Am Rande des Meinungsaustauschs mit Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen am 4. September in der EVP-FRaktion, übermittelte Marion Walsmann auch einige Thüringer Anliegen.

Rechtliches Neuland – wie vieles beim Brexit

Rechtlich sei es natürlich so, dass Großbritannien ohne rechtswirksamen gegenteiligen Beschluss die EU zum 31. Oktober auch ohne Vertrag verlässt. Doch weil auch in den Wochen danach die in Großbritannien geltenden Normen, Gesetze und Verordnungen weitgehend mit dem europäischem Richtlinienwerk übereinstimmen werden, sollte die Europäische Union prüfen, ob etwa auf Zoll- und Personenkontrollen seitens der EU bis zum Jahresende verzichtet werden könne. Auch könne man den Briten anbieten, dass sie innerhalb dieser gesetzten Frist nachträglich den Brexit erneut verschieben oder ohne größere rechtliche Hürden verschieben dürfen. „In diesem Falle müsse es aber einen Fahrplan geben, der den dreijährigen Schwebezustand hinsichtlich eines Austritts oder eines Verbleibs abschließend regelt“, forderte Walsmann.

Die stellvertretende Vorsitzende des Justizausschusses im Europäischen Parlament ist sich bewusst, dass ihrem Vorschlag schwierige Rechtsfragen entgegenstehen: „Wir sollten prüfen, ob und wie das gelingen könnte. Es wäre rechtliches Neuland – wie allerdings alles beim Brexit.“

Für mehr Transparenz bei der Wahl von EU-Spitzenpersonal

Die Thüringer EU-Abgeordnete Marion Walsmann (CDU) kann den Frust vieler Bürgerinnen und Bürger über die Art und Weise der Kandidatenfindung für die Kommissionspräsidentschaft nicht nur verstehen, sondern teilt ihn auch: „Nach einer solch hohen Wahlbeteiligung bei der Europawahl die Stimme der EU-Bürger zu ignorieren und den Wahlgewinner Manfred Weber außen vor zu lassen, ist kaum nachvollziehbar“, sagte sie heute nach der Abstimmung über die neue EU-Kommissionspräsidentin im Europäischen Parlament in Straßburg.
Walsmann hat für Ursula von der Leyen gestimmt. „Einige Bürger haben mir der Wahl geraten, gegen die designierte Kommissionspräsidentin zu stimmen“, berichtete sie. „Diese reflexartige Haltung lässt aber außer Acht, dass das Parlament es leider selbst nicht zu einem abgestimmten Vorschlag gebracht hat und damit dem eigenen Anspruch nicht genug Nachdruck verliehen hat“, so Walsmann. Den Staats- und Regierungschefs wäre quasi ein freies Feld überlassen worden. „Die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung hätte eine gute Voraussetzung geboten, den Staats- und Regierungschefs von Seiten des Parlaments selbstbewusst und geschlossen einen Vorschlag zu präsentieren. Das scheiterte aber, auch an den „Macronhörigen“ Abgeordneten und besonders den Sozialdemokraten.“ Diese hätten es geschafft, den Spitzenkandidaten der EVP, Manfred Weber, zu verhindern. „Die Staats- und Regierungschefs haben somit nur zu gern das getan, was ihnen nach dem Lissabon Vertrag zusteht. Sie haben die offene Flanke genutzt und dem Europaparlament eine Kandidatin für das Amt des Kommissionspräsidenten vorgeschlagen.“
Bei allem nachvollziehbaren Ärger wäre es aber falsch gewesen, von der Leyen nicht zu unterstützen, so Walsmann. Ein Aufstand der Parlamentarier dürfe sich nicht gegen die konkrete Person richten, sondern gegen die Art und Weise, wie in der EU das Spitzenpersonal gefunden wurde. „Hier ist mehr Transparenz und Klarheit gefragt“, forderte Walsmann. Von der designierten Kommissionspräsidentin erhoffe sie sich konkrete Schritte, um nach dem Scheitern des Spitzenkandidatensystems das verlorene Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. „Für mich gehört dazu, dem Parlament endlich das Initiativrecht einzuräumen“, sagte sie. „Und warum nicht auch das Vorschlagsrecht für den Kommissionspräsidenten?“

Marion Walsmann zur stellvertretenden Vorsitzenden des Justizausschusses im EU-Parlament gewählt

Heute haben sich die Ausschüsse im EU-Parlament konstituiert und dabei ihre Vorsitzenden gewählt. Die Thüringer Europaabgeordnete Marion Walsmann (CDU) wurde dabei zur stellvertretenden Vorsitzenden des Rechtsausschusses gewählt.
Vor allem für neugewählte Mitglieder ist es eher ungewöhnlich, gleich eine Position im Vorsitz eines Ausschusses zu erhalten. Die Erfurterin dazu: „Ich freue mich sehr über dieses große Vertrauen meiner Kollegen, welches ich in der kurzen Periode, in der ich schon hier bin, gewinnen konnte. Ich bin mir der erhöhten Verantwortung bewusst. In der letzten Wahlperiode wurde hier unter anderem das Urheberrecht mit dem umstrittenen Artikel 13 abgeändert und das ungerechtfertigte Geoblocking abgeschafft. In Zukunft werden unter anderem die rechtlichen Aspekte der künstlichen Intelligenz eines der Hauptthemen sein, die einen direkten Einfluss auf Arbeitsplätze und Unternehmen europaweit haben. Das wird auch Auswirkungen auf Thüringen haben.“
Neben der Vollmitgliedschaft im Rechtsausschuss ist die Thüringer Europaabgeordnete auch noch Vollmitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Marion Walsmann dazu: „Auch dies ist ein spannender Ausschuss, in welchem ich die Themen mitgestalten kann, die die Verbraucher selbst betreffen. In der letzten Legislaturperiode wurden in diesem Ausschuss unter anderem die Roamingkosten abgeschafft, die Fahrzeugsicherheit und damit die Straßenverkehrssicherheit erhöht und auch der grenzüberschreitende Warenhandel vereinfacht. Auch in der Zukunft gibt es eine Reihe von Bereichen, in denen eine europäische Harmonisierung für die Verbraucher von Vorteil sein wird. Allerdings sollten wir dabei davon absehen, alles zu harmonisieren und nur Gesetzgebung abschließen, die auch einen wirklichen Mehrwert für die Verbraucher mit sich bringt, ohne die Unternehmen zu sehr zu belasten. Eine Überregulierung gilt es zu vermeiden und bei allen Vorschlägen sollten wir nicht nur die Verbraucher- und die Unternehmenssicht, sondern auch die sozialen und umweltbezogenen Aspekte berücksichtigen. Ich möchte mich für eine ausgewogene Gesetzgebung einsetzen und freue mich nicht nur auf diese interessanten Themen, sondern bin auch höchst motiviert, dabei für Thüringen das Beste rauszuholen.“

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Marion Walsmann - Für Thüringens Zukunft in Europa.
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