OB-Kandidatin Marion Walsmann (CDU) begrüßt die Absicht des FC Rot-Weiß Erfurt ein Planinsolvenzverfahren zu prüfen. Gleichzeitig sieht sie ihre bisherige Sicht bestätigt: „Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass eine geordnete Insolvenz zu den Optionen gehört, den Verein schuldenfrei und zukunftsfähig aufzustellen. Dafür gab es auch Zustimmung von Anhängern des Vereins“ so Walsmann.

Gleichzeitig unterstrich sie ihre Ablehnung, den Traditionsverein mit öffentlichen Geldern zu unterstützen. Diese hatte Oberbürgermeister Bausewein auf der letzten Mitgliederversammlung in Aussicht gestellt. „Der FC Rot-Weiß Erfurt gehört zu unserer Stadt, er hat eine beeindruckende Geschichte und er leistet eine großartige Nachwuchsarbeit, die wir unbedingt erhalten müssen. Aber es gibt eben auch überbelegte Turnhallen, marode Schulen und kaputte Straßen, für die öffentliche Mittel benötigt werden. Hier muss einfach das Verhältnis gewahrt bleiben“, sagte Walsmann. Um die finanzielle Lage des Vereins zu verbessern, müsste vor allem um Unterstützung regionaler Sponsoren geworben werden. Die Gründung des RWE-Wirtschaftsbeirates vor einigen Tagen sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Die OB-Kandidatin ist weiterhin fest überzeugt, dass der Traditionsclub eine gute Zukunft haben werde. Voraussetzung dafür seien die vorbehaltlose Prüfung aller Optionen und die richtigen finanziellen Weichenstellungen.