Am 9. Juni 2018 präsentiert sich die Bundeswehr an 16 Orten in ganz Deutschland mit Großgerät und vielen militärischen und zivilen Mitarbeitern. Auch in Erfurt können Bürgerinnen und Bürger mit den Menschen ins Gespräch kommen, die ihr Leben in den Dienst unserer Gesellschaft gestellt haben. Nach den guten Erfahrungen beim letzten Tag der Bundeswehr in Erfurt bin ich überzeugt, dass dies auch 2018 gelingen wird.

Nach umfangreichen Personal- und Standortreduzierungen in ganz Deutschland, hat die Bundeswehr in den letzten Jahren erheblich in Erfurt investiert. Mit dem Logistikkommando der Bundeswehr in der Löberfeldkaserne, dem IT-Bataillon 383 und dem Landeskommando Thüringen sowie weiteren Dienststellen, gehört die Bundeswehr zum Gesicht unserer Stadt. Von den Investitionen – etwa neuen Gebäuden in der Löberfeldkaserne – haben auch örtliche Unternehmen profitiert.

Persönlich stehe für ein offenes Miteinander und eine gelebte Wertschätzung der vielen Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiter. Gerade im letzten Jahr waren sehr viele in Thüringen stationierte Soldatinnen und Soldaten über Monate im Auslandseinsatz. Nicht nur für die Soldaten selbst, sondern auch für deren Familien waren das belastende Zeiten.

Für den Erhalt unserer Kasernen und Dienstposten habe ich mich schon in meiner Zeit als Chefin der Thüringer Staatskanzlei eingesetzt. Das freundliche Desinteresse der Stadtspitze an der Bundeswehr oder gar offene Ablehnung wie jüngst durch die LINKE geäußert, sind unangebracht und sollten der Vergangenheit angehören. Hier zeigt sich auch ein offener Widerspruch zwischen den Worten des Ministerpräsidenten, der die Bundeswehr bei jeder Gelegenheit lobt, und den Bundeswehr-feindlichen Beschlüssen seiner Partei.